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CSRD – die neue CSR-Berichtspflicht: Das sollten Sie jetzt beachten

28. April 2022

Neue CSR-Berichtspflicht CSRD betrifft mehr Unternehmen

Die EU-Kommission hat am 21. April 2021 einen Entwurf für die neue CSR-Berichtspflicht CSRD (Corporate Sustainability Reporting Direktive) veröffentlicht. Demnach müssen in Deutschland künftig rund 15.000 Unternehmen einen Nachhaltigkeitsbericht erstellen. Aktuell sind es 500. 

Die Entwicklung zur neuen Berichtspflicht CSRD 

Die Situation vor der CSRD: Im März 2017 hat der Bundestag die CSR-Berichtspflicht eingeführt und damit EU-Recht umgesetzt. Aktuell sind rund 500 Unternehmen in Deutschland dadurch dazu verpflichtet, einen Nachhaltigkeitsbericht zu erstellen. 

Mit der CSRD, der Corporate Sustainability Reporting Directive, erhält das bisherige Gesetz (CSR-RUG) ein umfangreiches Update. Die EU-Kommission hat am 21. April 2021 einen Entwurf mit dem Ziel veröffentlicht, die Richtlinien für den CSR-Bericht anzupassen und massiv auszuweiten. Nach aktuellen Schätzungen unterliegen künftig zirka 15.000 deutsche Unternehmen der neuen Richtlinie „Corporate Sustainability Reporting Directive“ (CSRD). Und auch inhaltlich werden die Anforderungen an den Nachhaltigkeitsbericht deutlich umfangreicher und anspruchsvoller.

Was ist der Zweck des neuen CSR-Reportings nach CSRD?

Die EU will Kapitalströme in nachhaltige Geschäftsmodelle lenken sowie die Transparenz und Vergleichbarkeit von Nachhaltigkeitsleistungen erhöhen. Investoren, Arbeiternehmer:innen und Kund:innen erhalten dadurch mehr Informationen über soziale und ökologische Aspekte eines Unternehmens. Sehen Sie die Berichterstattung deswegen nicht als nötiges Übel an, sondern als Möglichkeit, zum Beispiel ihre positive Entwicklung beim CO2-Ausstoß zu zeigen und dadurch Wettbewerbsvorteile zu erreichen.

 

Zusätzliche Infos auch in der VERSO Academy

Weitere ausführliche und praxisorientierte Informationen zur CSR-Berichtspflicht erhalten Sie auch von unseren Referent:innen in der VERSO Academy. In der Weiterbildung lernen Sie den kompletten CSR-Managementprozess bis hin zur Berichterstattung kennen und können Sie sich als CSR-Manager:in fortbilden lassen.

Zum CSR Kurs der VERSO Academy

 

Drei Tipps, die Sie jetzt umsetzen sollten, um die CSRD zu meistern

1. Beginnen Sie JETZT

Warten Sie mit Ihrer CSR-Strategie nicht, bis es zu spät ist. Sorgen Sie bereits jetzt dafür, dass Sie eine gute Datengrundlage für den Nachhaltigkeitsbericht haben. Der erste Bericht auf Grundlage der CSRD muss voraussichtlich im Jahr 2025 veröffentlicht werden, basierend auf der Datengrundlage aus dem Vorjahr. Wer also bis 2022 oder länger wartet, bis er das Thema angeht, wird im Zweifel nicht genug zu berichten haben.

2. Integrieren Sie Nachhaltigkeit in Ihre Unternehmensstrategie

Der Nachhaltigkeitsbericht wird künftig von Stakeholdern stärker wahrgenommen, weil er zusammen mit dem Lagebericht des Unternehmens veröffentlicht wird. Integrieren Sie deswegen die CSR-Strategie in ihre Unternehmensstrategie. Dadurch werden Zielkonflikte vermieden. Außerdem fließen Nachhaltigkeitkeitsaspekte ganzheitlich in die Kultur des Unternehmens und die gesamte Wertschöpfung ein, was zu positiven Synergieeffekten führt.

3. Schaffen Sie einen zentralen Punkt für Ihre Daten

Die Grundlage eines CSR-Reportings sind valide und verfügbare Daten. Legen sie deswegen frühzeitig fest, welche Daten Sie erheben möchten. Sammeln Sie alle Ziele, Maßnahmen, Kennzahlen und Zuständigkeiten an einem Ort, um damit effektiv arbeiten und berichten zu können. Hilfreich sind dabei spezielle Tools – wir haben dafür den VERSO CSR Hub entwickelt. Bedenken Sie immer: Ohne gut strukturierte CSR-Daten gibt es auch kein wirksames Nachhaltigkeitsmanagement und somit keine Grundlage für einen aussagekräftigen CSR Bericht.

Wer ist von der neuen CSR-Berichtspflicht CSRD betroffen?

Die neue CSRD betrifft bereits kleinere kapitalmarktorientierte Unternehmen ab 10 Mitarbeiter:innen. Außerdem jedes Unternehmen mit folgenden Eigenschaften: mehr als 250 Mitarbeiter im Schnitt eines Geschäftsjahres, Nettoerlöse von mehr als 40 Millionen Euro und/oder einer Bilanzsumme von mehr als 20 Millionen Euro. Außerdem können Zulieferer indirekt betroffen sein, wenn ein Unternehmen seine gesamte Wertschöpfungskette nachhaltig gestalten will.

Nach der aktuell gültigen CSR-Berichtspflicht müssen nur kapitelmarktorientierte Unternehmen mit über 500 Mitarbeiter:innen, Genossenschaften, Kreditinstitute, Finanzdienstleister und Versicherungsunternehmen einen Nachhaltigkeitsbericht vorlegen. Durch die neue Regelung wird diese Zahl massiv ausgeweitet.

Wesentliche Veränderungen durch die CSRD

Das neue CSRD-Reporting bringt einige wesentliche Veränderungen mit sich, durch die der Nachhaltigkeitsbericht deutlich aufgewertet wird. Mit der Erstellung entsteht für berichtspflichtige Unternehmen eine ganz neue Herausforderung. Die neue CSR Berichtspflicht beinhaltet unter anderem auch die Form der Veröffentlichung und nicht zu unterschätzende Haftungsrisiken für das Management und den Aufsichtsrat.

Alle wesentlichen Informationen zu den Inhalten des Berichts und seiner Form finden Sie in unserem Factsheet.

Factsheet CSRD herunterladen

 

Erklärvideo zur CSRD

Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK), hat gemeinsam mit dem Rat für Nachhaltige Entwicklung und in Kooperation mit Econsense ein Erklärvideo mit den wesentlichen Fakten zur CSRD veröffentlicht. Wir empfehlen dieses Video für einen schnellen Überblick über die aktuelle Situation in Sachen CSR Berichtspflicht. 

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